In ihrem neuen Buch „Big Pharma“ unternimmt die britische Wissenschaftsjournalistin Jacky Law eine Reise in den inneren Zirkel der weltweiten Pharmaindustrie. Dabei wollte Law kein weiteres Enthüllungsbuch über die mafiösen Machenschaften der globalen Pharmaindustrie schreiben. Der Autorin geht es viel mehr um die Frage, warum die Pharmaindustrie in der Lebensspanne eines einzelnen Menschen so ungeheure Macht gewinnen konnte: Von der Wiege bis zur Bahre ist der Mensch Kunde bei „Big Pharma“ - einem System, das von einer milliardenschweren Propagandamaschine und – wie Jacky Law meint – „von der Bequemlichkeit der Konsumenten“ am Laufen gehalten wird.
Auf der Grundlage von gesicherten Daten versucht Jacky Law entsprechend, das medikamentöse System in seiner ganzen soziologischen und sozialpsychologischen Verflochtenheit zu entschlüsseln. Dabei wird deutlich, wie stark die moderne Medizin auf der Imaginationsfähigkeit der Patienten beruht, und wie beweglich und manipulationsanfällig die Grenzen von Gesundheit und Krankheit sind